Drei Gründe warum wir auf die Auswertung biometrischer Daten verzichten

Signatrix will höchsten ethischen Ansprüchen genügen. Unser Ziel ist es Menschen ein  noch besseres Einkaufserlebnis zu ermöglichen, nicht Supermärkte in Panoptiken zu verwandeln in denen jeder Schritt der Konsumdronen beobachtet wird. Die Entscheidung, bei der Entwicklung und Anwendung unserer Lösungen auf die Auswertung biometrischer Daten zu verzichten, gründet zuallererst auf unseren eigenen moralischen Standards. Aber auch die europäische Gesetzgebung und technische Gegebenheiten spielen hier eine Rolle.

Selbstverständich halten wir uns an die europäische Datenschutzgrundverodnung. Ein Mangel an Präzedenzfällen macht es jedoch schwer genau zu bestimmen, welche Standards für KI-Lösungen gelten. Klar ist, dass keine personalisierten Kundendaten gespeichert werden dürfen. Die Auswertung biometrische Daten ist damit ausgeschlossen. Nebenbei bemerkt, bedeutet das auch, dass das Anlegen von mit Bildern versehenen ‘Verbrecherkarteien’ illegal ist. Aus diesem Grund wird gefassten Ladendieben teilweise angeboten von einer Anzeige abzusehen. Dafür müssen sie zustimmen, dass ihnen Hausverbot erteilt wird und der Ladendetektiv ein Bild von ihnen erhält.

Wichtig ist, sich klar zu machen dass Einzelhandelsgeschäfte Privatgelände sind und Kunden sich mit dem Betreten eines Geschäfts damit einverstanden erklären videoüberwacht zu werden. Dass der Hinweis auf die Videoüberwachung meist nur mit einem dezent platzierten Schild erfolgt und viele Kunden sich dieser Tatsache nicht bewusst sein werden, ändert daran nichts. Es wäre rein rechtlich also vielleicht mehr möglich als wir zu tun bereit sind. Das ändert nichts an unserer Einstellung zur Privatsphäre der Einkaufenden.

Selbst wenn mal all diese Punkte beiseite schieben wollen würde, wäre die für die Auswertung biometrischer Daten notwendige Rechenleistung für unsere Zwecke zu groß. Computer Vision Systeme sind heutzutage problemlos in der Lage Gesichter zu erkennen, dafür brauchen sie aber hochaufgelöstes Videomaterial und die Rechenkapazitäten um es auszuwerten. Der Rückgriff auf Gesichtsdaten würde die Entwicklungskosten und damit auch die Preise unserer Produkte erhöhen. Auch wirtschaftlich spricht also nichts dafür und alles dagegen. Selbst wenn sich das in Zukunft ändern sollte, unsere ethischen Standards werden es nicht tun.

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